VERKAUF

Ab September versuchen wir jeden Sonntag auf dem Michaelsberg (Untergrombach) mit unserem Stand für euch da zu sein. Wenn das Wetter mitspielt, sind wir zwischen 11 und 15 Uhr bei der Michaelskapelle neben der Michaelsklause anzutreffen. Neben Honig gibt es auch unsere Propolislösung zu kaufen. Nur Wachs in Form von Kerzen verkaufen wir nicht mehr, weil wir das Wachs in unserem Wachskreislauf behalten wollen.

Jedesmal, wenn wir oben sind geben wir über Instagram kurz Bescheid: https://www.instagram.com/imkerei.windmeier/

ZUFRIEDEN

Den Artikel aus den BNN vom 18. August möchte ich euch nicht vorenthalten;-)

Sommerblütenhonig ist weniger üppig als sonst

Trotz der jüngsten Trockenphase sind die Imker in der Region mit dem Jahresergebnis zufrieden

Von unserem Mitarbeiter Alexander Werner

Ihre Arbeit haben die Honigbienen für dieses Jahr getan. Von April bis Juni herrscht bei den Bienen Hochbetrieb. Die Imker in der Region sind weitgehend mit der Saison zufrieden. 2019 sei die Blütezeit wegen Kühle und Nässe zu kurz und die Völker seien während der Tracht, des Eintrags an Nektar und Pollen, noch nicht stark genug gewesen, berichtet Imker Eric Windmeier. Von der Tracht her habe das Jahr 2020 dagegen relativ gut begonnen und sich von der ersten großen Tracht bei der Kirschblüte Anfang Mai eigentlich gut entwickelt, so der Blankenlocher.

Dann aber habe die Trockenheit mit weniger Nektar und nur wenig Honigertrag eingesetzt. Unterm Strich spricht Windmeier von einer bei ihm dreifach höheren Ertragsmenge als im Vorjahr. Es hätte 2020 jedoch mehr sein können, wenn es feuchter gewesen wäre. Letztlich hänge es auch immer vom Standort ab. Die Nachfrage nach seinem Honig sei hoch und der Preis über die Jahre konstant. Seine 13 Völker hat Windmeier auf Flächen in Friedrichstal, Hagsfeld und am Michaelsberg in Untergrombach.

Thomas Stiefel aus Blankenloch schätzt das Jahr als normal ein. Das Frühjahr sei nicht schlecht gewesen, allerdings sei wegen der späteren Trockenheit der Sommerblütenhonig ausgefallen. Bei 30 Völkern und Standorten in Leopoldshafen und Blankenloch wandert er mit den Bienen in Bad Herrenalb für Waldhonig in Edenkoben für Edelkastanienhonig und im Kraichgau für Rapshonig. Wie er erläutert, spielen Blühstreifen für den Sommerblütenhonig eine wichtige Rolle. Mit der Trockenphase aber sei alles schnell verblüht. Ohne die Blühstreifen habe es Ende Juli keine Tracht mehr gegeben, so Stiefel. Seine Bienen habe er bereits für den Winter eingefüttert. Bei der Nachfrage nach Honig fällt Stiefel auf, dass mehr deutschen Honig als früher gekauft werde.

Gegenüber den beiden Stutenseer Nebenerwerbsimkern ist Helena Raff aus Linkenheim-Hochstetten mit ihren rund 80 Völkern Berufsimkerin. Auf Wanderschaft begibt sie sich meist mit ihrem Schwiegervater Manfred Raff, dem ehemaligen Vizepräsidenten des Imkerverbands. Er verfügt noch über 20 Völker. Auch Helena Raff hat an 2019 weniger gute Erinnerungen. Beim Wandern sei 2019 der Schwarzwald komplett und damit schon allein ein Sechstel des Ertrags ausgefallen. 2020 sei zufriedenstellend, im Vergleich zu 2019 sehr gut verlaufen, resümiert die Imkerin. Wie Manfred Raff ergänzt, hätten sich die trockenen Ostwinde im Frühjahr nachteilig ausgewirkt. Juni und Juli seien gut gewesen, speziell für die Völker, die in der hiesigen Gegend gestanden hätten, so seine Schwiegertochter. Auch Raffs bestätigen, dass die Trockenheit, die vor rund einem Monat begonnen hat, zu leeren Blüten geführt hat. Die Bienen würden dann ihre Vorräte fressen, jetzt seien sie gefüttert worden. „Sehr gut war der Ertrag im Schwarzwald. Die Weißtanne hat super gut gehonigt“, betont Manfred Raff. Bei guter Nachfrage machten auch Raffs die Erfahrung, dass offensichtlich wegen der Corona-Pandemie noch mehr Menschen auf regionale Erzeugnisse umgestiegen sind. Nach bisherigen Erkenntnissen der befragten Imker hält sich der Schädlingsbefall in diesem Jahr wohl eher in Grenzen.

Foto: Saisonende: Helena Raff und ihr Schwiegervater Manfred Raff, der ehemalige Vizepräsident des Imkerverbands, haben ihre Bienenvölker für den Winter eingefüttert. Foto: Alexander Werner

BNN, 18. August 2020

LECKER HONIG

Die Bienen fliegen auf Hochtouren und tragen reichlich Nektar ein. Wenn gleich die letzten Wochen zu trocken waren, fällt die Honigmenge dieses Jahr auf jeden Fall besser aus als im Jahr 2019. Die Schleuderung der Frühtracht hat wieder mal gezeigt, dass der Geschmack und das Aussehen des Honigs nicht allein vom Standort, sondern auch stark vom wetterbedingten Blütenangebot abhängt. So schmeckt unser Hagsfelder Blütenhonig deutlich milder als vergangenes Jahr und die Farbe des Friedichstaler Honigs ist deutlich dunkler ausgefallen. Es ist halt eben ein Naturprodukt.

Auf dem Michaelsberg in Untergrombach stehen dieses Jahr nur unsere Ableger und Schwärme, wobei nur die Schwärme ordentlich sammeln. Deshalb wird es dieses Jahr nur eine geringe Menge an Honig von diesem Standort geben. Und ob wir diesen Sommer und Herbst wieder sonntags auf dem Michaelsberg stehen werden, hängt davon ab, wie viel Honig wir mit der zweiten Schleuderung im Juli gewinnen. Die Nachfrage nach unserem Honig ist deutlich gestiegen und so sind wir vielleicht im Jahr schneller ausverkauft, als gedacht – aber das soll uns recht sein, wenn der Honig unters Volk kommt und gegessen wird.

Neu im Angebot haben wir das 125g-Glas, dass gerne als Geschenk gekauft wird. Bei einem Preis von 2,50 € macht man doch gerne mal jemandem ein Freude. Und manche kaufen den Honig auch in größeren Mengen, um ihn dann als in eigene Gläser abzufüllen – für Konfirmationen, Hochzeiten oder Jubiläen. Wäre das nicht mal eine Idee?

NACH DEM HONIG

Nach dem Honig ist vor dem Honig. Das Honiglager ist leer! Der letzte Honig ist verkauft und die ersten Bienen sind schon wieder am Sammeln, wenn es tagsüber über 10 °C und Sonnenschein gibt. Hoffen wir nun auf eine besseres Jahr und reichlich Honig. Auch bin ich gespannt, was aus den Ablegern geworden ist, die ich erstmalig in Dadant-Beuten angelegt habe. Sobald es etwas wärmer wird, kann die Frühjahrskontrolle beginnen und das restliche Futter kontrolliert werden. Vorfreude!

WENIGER HONIG

Für 500 Gramm Honig müssen Arbeitsbienen rund 40.000 mal ausfliegen und dabei eine Flugstrecke von rund 120.000 km zurücklegen. An guten Tagen können die Sammlerinnen eines Volkes mehrere Kilogramm Blütennektar einfliegen.

Leider hat in diesem Frühjahr was Wetter nicht mitgespielt. Im April war es zu trocken und im Mai war das Wetter zu wechselhaft, sprich zu kühl und zu nass. Der an einem Tag eingetragene Nektar wurde am nächsten Tag wieder aufgefressen. Und bei Regenwetter konnten die Bienen nicht ausfliegen. Deswegen füllten sich die Honigräume erst im Juni, aber teilweise auch nicht in der Menge, wie wir Imker uns das gewünscht hatten. Das Ergebnis ist eine erste schlechte Honigernte. Mal schauen, was die Bienen um Laufe des Sommers bis Ende Juli noch eintragen.

Blühende Pflanzen erleichtern den Bienen die Nektarsuche. Leider gibt es immer noch zu wenig Blühwiesen. Mit dem vorgeschriebenen Greening trägt die Landwirtschaft mit ganzjähriger Bodenbedeckung zur Biodiversität bei, aber in den deutschen (Vor-)gärten blüht definitiv immer noch zu wenig. Deutsche Gärten sind modern, unkrautfrei und pflegeleicht … in Mode sind jetzt Steingärten oder sie sind schlichtweg mit Steinplatten versiegelt. Dabei tragen gerade auch die Gärten zum besseren Stadtklima bei und dienen einer Vielzahl von Insekten als Nahrungsquelle.

HONIG IM RAUM

Jetzt beginnt die Kirschblüte und in dem vor einer Woche aufgesetzten Honigraum wurde kräftig ausgebaut und erster Honig eingetragen. Nicht alle Völker sind gleich stark, aber wir Imker sind auch immer so ungeduldig. Lassen wir den schwächeren Völkern einfach Zeit, um zu wachsen und dann werden wir dort auch genug Honig ernten können. Jetzt macht es erst mal Spaß zu sehen, dass die Völker wohl auf sind und die ersten Stiche haben wir auch schon kassiert 😉

ACTION …

Nach dem moderaten Winter wurde es tagsüber zum ersten Mal um die 16 Grad und das verschafft den Bienen Frühlingsgefühle. Reger Flugbetrieb an Beuten zeigt, dass alle Völker bis jetzt überlebt haben. Die Bienen lösen sich jetzt von der Wintertraube, in der sie den Stock, sich und die Brut ausreichend warmhalten konnten. In den Wochen sterben die Winterbienen und werden vom Nachwuchs abgelöst. Das ist die kritische Phase, in der das Volk wieder etwas kleiner wird, bis ausreichend neue Bienen das Volk dann auf bis zu 50.000 Bienen wachsen lassen. Da jetzt noch nicht soviel Tracht verfügbar ist, bleibt zu hoffen, dass das Futter im Stock ausreicht. Jetzt werden die Bienen erst mal in Ruhe gelassen und wenn die Temperaturen es nächstes Wochenende zulassen, startet die Frühjahrsdurchsicht.

EINGEWINTERT

Die Stöcke am Standort Hagsfeld wurden nochmal zugefüttert und stehen nun auf ordentlichen Ständern. So kann die kalte Jahreszeit kommen. Hoffentlich wird der Winter nicht zu hart und das Futter reicht bis in den Februar. Lassen wir uns überraschen, was so passiert.

STANDORT HAGSFELD

Nach Hagsfeld sind diese Woche 6 meiner Völker umgezogen, nachdem sie die Varroabehandlung noch auf dem Michaelsberg haben über sich ergehen lassen müssen. Die Beuten stehen noch provisorisch auf Paletten. Da ich mir aber nicht den Ruf des Palettenimkers einhandeln möchte, kommen die Beuten im September auf richtige Beutenständer. Aktuell läuft noch die erste große Fütterung am neuen Standort, wo die Bienen übrigens sehr viel Gesellschaft von Wespen haben, die sich vermehrt an den Obstbäumen zu schaffen machen.

HONIG IST DA!

Die erste Honigernte liegt hinter uns. Das diesjährige Wetter hat dazu beigetragen, dass ordentlich Honig eingetragen wurde und dieses Jahr alle Völker abgeerntet werden konnten. Nach dem der Schleuderraum im Imkerverein gesperrt wurde, habe ich nun eine eigene Schleuder angeschafft und kann so unabhängig und je nach Tracht auch öfter schleudern. Einige wollten beim Schleudern dabei sein, aber wegen der neuen Schleuder usw. fand das alles diesmal ohne Publikum statt. Bei der nächsten Schleuderung (voraussichtlich im Juli) habe ich dann auch meinen Schleuderraum richtig ausgestattet, dann machen wir eine Schleuderparty zum Mitmachen.

Diesmal gibt es den Honig im 250g-Glas für 4 €, im 500g Glas für 7 € und im 1kg-Eimer für 13 €. Einfach anrufen oder Bestellformular ausfüllen.