Weniger Honig

Für 500 Gramm Honig müssen Arbeitsbienen rund 40.000 mal ausfliegen und dabei eine Flugstrecke von rund 120.000 km zurücklegen. An guten Tagen können die Sammlerinnen eines Volkes mehrere Kilogramm Blütennektar einfliegen.

Leider hat in diesem Frühjahr was Wetter nicht mitgespielt. Im April war es zu trocken und im Mai war das Wetter zu wechselhaft, sprich zu kühl und zu nass. Der an einem Tag eingetragene Nektar wurde am nächsten Tag wieder aufgefressen. Und bei Regenwetter konnten die Bienen nicht ausfliegen. Deswegen füllten sich die Honigräume erst im Juni, aber teilweise auch nicht in der Menge, wie wir Imker uns das gewünscht hatten. Das Ergebnis ist eine erste schlechte Honigernte. Mal schauen, was die Bienen um Laufe des Sommers bis Ende Juli noch eintragen.

Blühende Pflanzen erleichtern den Bienen die Nektarsuche. Leider gibt es immer noch zu wenig Blühwiesen. Mit dem vorgeschriebenen Greening trägt die Landwirtschaft mit ganzjähriger Bodenbedeckung zur Biodiversität bei, aber in den deutschen (Vor-)gärten blüht definitiv immer noch zu wenig. Deutsche Gärten sind modern, unkrautfrei und pflegeleicht … in Mode sind jetzt Steingärten oder sie sind schlichtweg mit Steinplatten versiegelt. Dabei tragen gerade auch die Gärten zum besseren Stadtklima bei und dienen einer Vielzahl von Insekten als Nahrungsquelle.

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